Alles was du wissen solltest zu SPF, Eigenschutzzeit und Sonnenschutz

SPF, UV-Index, Eigenschutzzeit und Sonnenschutz

Photo by Wiktoria Gąsiorowska on Unsplash

Was bedeutet eigentlich die Zahl des Lichtschutzfaktors?

Der Lichtschutzfaktor LSF (Englisch: Sun Protection Factor SPF) gibt an, wie viel mal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. In dieser Berechnung spielt auch die Eigenschutzzeit der Haut eine Rolle.

Eigenschutzzeit - Wie lange kann ich ungeschützt in der Sonne bleiben ohne dass sich die Haut rötet?

Die Eigenschutzzeit ist die Zeitdauer, für die man im Laufe eines Tages die ungebräunte Haut der Sonne maximal aussetzen kann, ohne dass die Haut rot oder gerötet wird. Je nach Hauttyp beträgt die Eigenschutzzeit zwischen drei Minuten für sehr helle Haut (Hauttyp I) und vierzig Minuten für die sehr dunkle Haut (Hauttyp IV). Die Eigenschutzzeit wird standardisiert bei einem UV-Index von 8 (Mittagssonne im Sommer in Mitteleuropa) festgelegt.

Hier kannst du deinen Hauttyp bestimmen
https://de.wikipedia.org/wiki/Hauttyp

Hier kannst du den aktuellen UV-Index ermitteln
https://www.meteoschweiz.admin.ch/home.html?tab=uvindex

Und wie lange kann ich nun MIT SONNENCREME in der Sonne bleiben ohne dass sich die Haut rötet?

Ich würde mich selbst als Typ II (helle Haut, dunkelblonde Haare, blaue Augen) einstufen, was bedeuten würde, dass ich eine Eigenschutzzeit von ca. 15 Minuten habe.

Beispiel Hauttyp II
Merkmale
- helle Hautfarbe
- blonde, hellbraune Haare
- blaue, graue oder grüne Augen
- oft Sommersprossen
- langsame, minimale Bräunung
- häufig Sonnenbrand
Eigenschutzzeit: 10–20 Minuten
Empfohlener Lichtschutzfaktor bei UV-Index 8 (Mittagssonne im Sommer in Mitteleuropa)
- UV-Index 3–4: 10–15
- UV-Index 9+: 20–25

Trage ich nun ein Produkt mit LSF 20 in korrekter Menge auf, ist die Haut theoretisch für 300 Minuten (15 Minuten x 20 LSF), also 5 Stunden vor Sonnenbrand geschützt.

Berechnungsformel
Eigenschutzzeit (Minuten) x Lichtschutzfaktor der Sonnencreme = Maximale Aufenthaltszeit in der Sonne (Minuten) ohne Sonnenbrand

Das ist die Theorie. In der Praxis sollte man die direkte Mittagssonne auf jeden Fall meiden, auch mit Sonnenschutz. Trage schützende Kleidung, einen Hut, eine Sonnenbrille und halte dich während der Mittagszeit bis ca 15 Uhr wenn immer möglich im Schatten auf. So kannst du deiner Haut Sorge tragen und verhinderst nicht nur einen Sonnenbrand, sondern auch Sonnenschäden, die nicht unmittelbar sichtbar sind.

Wie funktioniert natürlicher Sonnenschutz?

In der Naturkosmetik werden mineralische Sonnenschutzfilter werwendet. Zugelassene Filter sind hier Titandioxid und Zinkoxid. Sie liegen auf der Haut und spiegeln und zerstreuen das Sonnenlicht und verhindern so, dass zu viel UV-Strahlung in die Haut eindringen kann. Darum spricht man auch von physikalischem Sonnenschutz.

Titandioxid und Zinkoxid gelten als sehr verträglich, auch bei empfindlicher Haut, Rosazea, Neurodermitis und Neigung zu Allergien.

Lese dazu mehr im Artikel «Nothing but blue skies - Sonne & Sonnenschutz»

Was spielen Antioxidantien beim Sonnenschutz für eine Rolle?

UV-Strahlung gehört zu den äusseren Faktoren, welche die Entstehung von freien Radikalen fördert. Oxidativer Stress entsteht, wenn nicht genügend Antioxidantien vorhanden sind, um die freien Radikale zu neutralisieren. Viele Antioxidantien, wie zB Vitamin E und Vitamin C bekämpfen freie Radikale und schützen die Zellen.

Bei oxidativem Stress werden folgende negativen Prozesse in der Haut gefördert:

  • Der Stoffwechsel gesunder Zellen verändert sich, die Zellen werden von innen zerstört
  • Lipide können angegriffen werden, dadurch kann die Barrierefunktion der Haut gestört werden
  • Proteine werden abgebaut (Elastin, Kollagen und Keratin), die Haut verliert an Fülle und Spannkraft

Darum ist neben Sonnenschutz eine Hautpflege mit vielen Antioxidantien genauso wichtig. Sie helfen, die Zellen vor Schäden zu schützen bevor sie entstehen.

  1. Verwende schonend verarbeitete Pflanzenöle, die reich an Vitamin E sind, wie: Kaktusfeigensamenöl, Pflaumenkernöl, Arganöl, oder Produkte die Vitamin E (Tocopherol) als Zusatz enthalten.
  2. Schliesse ein Produkt mit Vitamin C in deine Pflegeroutine ein. Am besten verwendest du ein Serum mit Vitamin C, welches du tagsüber unter dem Sonnenschutz aufträgst.

Das Thema Sonnenschutz ist, wie du siehst, sehr komplex. Jede und jeder hat seine eigene Strategie. Ich hoffe du fühlst dich von diesem Artikel informiert und kannst nun deinen ganz individuellen Umgang mit der Sonne finden.

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Quellen
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtschutzfaktor, https://de.wikipedia.org/wiki/Hauttyp, https://de.wikipedia.org/wiki/UV-Index
https://flexikon.doccheck.com/de/Oxidativer_Stress
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-26-2004/titel-26-2004/

SPF und Antioxidantien

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