Sonnenschutz ohne Stress – ein moderner Blick auf SPF
Warum ich Sonnenschutz heute anders sehe
Früher wurden organische ("chemische") UV-Filter bei vielen gesundheitsbewussten Menschen kritisch gesehen. Einzelne ältere Filter standen wegen möglicher hormoneller Aktivität oder ihrer Auswirkungen auf Wasserorganismen in der Diskussion, während mineralische Sonnenschutzprodukte oft als die natürlichere und verträglichere Wahl wahrgenommen wurden.
Heute ist das Thema differenzierter. Mineralische Sonnenschutzprodukte haben sich stark weiterentwickelt, und auch viele moderne organische UV-Filter unterscheiden sich deutlich von älteren Filtergenerationen – in ihrer Stabilität, ihrem Hautgefühl und ihrer aktuellen Sicherheitsbewertung.
Für mich steht deshalb weniger die Frage im Vordergrund, ob ein Sonnenschutz mineralisch oder organisch ist, sondern vielmehr: Fühlt er sich angenehm auf der Haut an? Passt er zur eigenen Routine? Wird er gerne und regelmässig verwendet?
SPF im Alltag statt nur am Strand
Sonnenschutz wird heute nicht mehr nur mit Ferien oder Strand verbunden. Auch im Alltag ist die Haut regelmässig UV-Strahlung ausgesetzt – beim Spaziergang, im Auto oder draussen in der Stadt.
Entscheidend ist oft nicht die perfekte Theorie, sondern ein Sonnenschutz, den man im Alltag gerne verwendet.
Warum viele Menschen SPF nicht mögen
Viele Menschen würden Sonnenschutz gerne regelmässiger verwenden, finden SPF-Produkte im Alltag aber oft schwierig. Nicht wegen des Schutzes selbst, sondern wegen der Anwendung: Manche Produkte fühlen sich zu reichhaltig an, hinterlassen einen Weissfilm, brennen in den Augen oder funktionieren unter Make-up nicht ideal.
Heute gibt es deutlich angenehmere Formulierungen als noch vor einigen Jahren. Oft geht es deshalb weniger darum, welcher «SPF-Typ» grundsätzlich besser ist, sondern vielmehr darum, welches Finish man sich wünscht: eher pflegend, möglichst leicht, mattierend, glowig oder gut kombinierbar mit Make-up.
Mineralische vs. moderne organische UV-Filter
Früher wurden mineralische Sonnenschutzmittel oft als reine "Spiegel" beschrieben, die UV-Strahlen einfach reflektieren, während organische UV-Filter die Strahlung absorbieren und in Wärme umwandeln. Heute weiss man, dass die Unterschiede weniger schwarz-weiss sind als lange angenommen. Auch mineralische Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid absorbieren einen grossen Teil der UV-Strahlung und wandeln diese in harmlose Wärme um.
Aus heutiger Sicht müssen mineralische und organische UV-Filter nicht gegeneinander ausgespielt werden. Entscheidend ist nicht nur der Filtertyp, sondern die gesamte Formulierung: SPF, UVA-Schutz, Textur und die Menge, die tatsächlich aufgetragen wird.
Welche SPF-Höhe – und warum Breitbandschutz wichtig ist
Als grobe Orientierung reicht im Alltag für viele Menschen ein SPF 30, wenn man sich hauptsächlich drinnen aufhält, nur kurze Wege draussen hat und den Sonnenschutz in ausreichender Menge aufträgt. Bei heller Haut, Pigmentflecken, reifer Haut, längerer Zeit draussen, Ferien im Süden, Bergen, Schnee oder hoher UV-Belastung würde ich eher zu SPF 50 greifen.
Wichtig ist dabei: Der SPF-Wert bezieht sich vor allem auf den Schutz vor Sonnenbrand, also auf UVB-Strahlen. UVA-Strahlen verursachen weniger direkt sichtbare Rötung, dringen aber tiefer in die Haut ein und tragen wesentlich zur vorzeitigen Hautalterung bei – besonders zu Pigmentverschiebungen, Elastizitätsverlust und Hauterschlaffung. Beide Strahlenarten können die Hautzellen schädigen und langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen.
Genau deshalb ist Breitbandschutz so wichtig: Er bedeutet, dass ein Sonnenschutz sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlen schützt. Denn kein Sonnenbrand heisst nicht automatisch, dass die Haut vor UVA-Einfluss geschützt ist. UVA-Strahlen sind bei Tageslicht fast immer präsent – auch bei bewölktem Himmel. Hinter normalem Fensterglas ist man zwar meist vor Sonnenbrand geschützt, aber nicht vollständig vor UVA-Strahlung.
Für mich ist SPF 50 im Gesicht oft die unkomplizierteste Wahl, weil viele Menschen im Alltag eher zu wenig Produkt auftragen. Ein angenehmer SPF 50, den du gerne verwendest, kann deshalb praktischer sein als ein SPF 30, den du nur sehr sparsam aufträgst.
Wie ich Sonnenschutz bei rilaks auswähle

Bei rilaks achte ich vor allem darauf, wie sich ein Sonnenschutz im Alltag anfühlt und in die Pflegeroutine integrieren lässt. Manche Menschen bevorzugen eine eher reichhaltige mineralische Textur, andere möchten einen möglichst leichten SPF, der vollständig einzieht oder gut unter Make-up funktioniert.
Bei vielen modernen SPF-Produkten geht es heute nicht mehr nur um UV-Schutz. Sie werden oft bewusst wie Hautpflege formuliert und enthalten je nach Produkt Feuchtigkeit, Antioxidantien oder hautpflegende Lipide und Pflanzenextrakte. Für mich ist das ein wichtiger Punkt: Sonnenschutz soll nicht wie ein Fremdkörper auf der Haut liegen, sondern sich sinnvoll in die tägliche Pflege integrieren.
Alle Sonnenschutzprodukte bei rilaks bieten Breitbandschutz, schützen also sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlen. Manche Marken geben den UVA-Schutz zusätzlich mit PA-Werten an. Je mehr Pluszeichen, desto höher ist der ausgewiesene UVA-Schutz – PA++++ steht dabei für einen sehr hohen UVA-Schutz.
Die folgende Einordnung soll dir eine erste Orientierung geben. Welche Textur am besten passt, hängt am Ende stark davon ab, welches Hautgefühl du magst, ob du Make-up darüber trägst und wie viel Zeit du draussen verbringst.
Esse → rein mineralischer Sonnenschutz mit 100 % Zinkoxid, ohne Titandioxid. Leicht getönt, dadurch praktisch ohne Weissfilm und sanft ausgleichend auf der Haut. Für alle, die einen mineralischen SPF möchten und eine ruhige, mikrobiomfreundliche Formulierung bevorzugen.
Naya → sehr leichter SPF 50+ für das Gesicht mit modernen organischen UV-Filtern und PA++++. Zieht vollständig ein und eignet sich deshalb auch sehr gut unter Make-up. Eine reduzierte, unkomplizierte Textur, die ich auch bei sensibler, unreiner oder reaktiver Haut gerne empfehle.
72k → hochwertiger SPF 50+ für das Gesicht mit PA++++ und einer Kombination aus mineralischen und modernen organischen UV-Filtern. Die leicht getönte Formulierung mit Artemisia Annua Extract wirkt pflegend und ausgleichend – ideal, wenn SPF gleichzeitig Tagespflege sein soll.
Naturaglacé → mineralischer SPF 50+ und Primer in einem, mit PA+++. Ideal, wenn der Sonnenschutz gleichzeitig als Grundlage unter Make-up dienen soll oder wenn ein hoher mineralischer Schutz mit glättendem Finish gewünscht ist.
Le Rub → moderne SPF-Texturen mit mineralischen und organischen Sonnenschutzprodukten für Gesicht und Körper. Alle bieten UVA-/UVB-Breitbandschutz; der Face SPF 30 ist zusätzlich mit PA++++ ausgewiesen.
Meine persönliche Haltung
Sonnenschutz soll Freude machen und langfristig realistisch umsetzbar sein.
Bei rilaks geht es stets um eine kontinuierliche Hautpflege, die zu deiner Haut und zu deinem Alltag passt. Dazu gehört auch ein Sonnenschutz, der sich gut anfühlt und den du gerne verwendest – nicht nur am Strand, sondern als Teil deiner täglichen Hautpflege.
Podcast / weiterführende Infos
Falls dich das Thema Sonnenschutz vertieft interessiert, kann ich diese Podcastfolge mit Dermatologe Prof. Dr. Volker Steinkraus empfehlen:
STAYOUNG Podcast – Sonnenschutz & Hautalterung mit Prof. Dr. Volker Steinkraus

